In Köln ist es ein kleines Schild, das den Weg weist. Zwischen Medienzentrum und Mixed Zone, also dem Bereich, in dem Journalisten mit Spielern sprechen können, ist eine Tür versteckt, die für die 16 teilnehmenden Nationen der Eishockey-WM in Deutschland sehr wichtig ist. Auf dem Schild steht „Ortema“. Ein Begriff, der längst nicht nur Insidern bekannt ist. Sowohl in der Domstadt als auch in Mannheim sind die medizinischen Ausrüster mit einer kleinen Werkstatt vor Ort. „Wenn die Spieler Probleme mit den Fingern, Knien, Schultern oder anderen Bereichen haben, können sie zu uns kommen“, berichtet Heiko Schmidgall, der Eishockey-Koordiantor des Unternehmens, von seiner Arbeit. „Dann können wir ganz individuell Orthesen oder Bandagen anfertigen.“
Dabei nutzen die Nationalmannschaften die Qualität des Unternehmens aus Markgröningen. Zwar gibt es viele Sanitätshäuser, doch Ortema hat sich auf die Anforderungen der Sportler spezialisiert. Ob Eishockey, Motorsport oder auch Fußball – die Mitarbeiter von Ortema haben längst umfassende Erfahrungen gesammelt, um Sportlern bei ihren Problemen helfen zu können.
„Bei der WM haben wir pro Tag etwa drei oder vier Spieler bei uns, denen wir helfen“, so Schmidgall. Zum Glück sind größere Probleme eher selten. Aber ein Silikon-Polsterstrumpf kann nach einem Schuss auf den Knöchel beispielsweise helfen. Aber auch bei schlimmeren Probleme ist Ortema zur Stelle. So zog sich ein schwedischer Spieler eine Innenbandverletzung zu. „Wir haben dann sofort einen Gipsabdruck gemacht. Bei uns in Markgröningen wurde die Orthese angefertigt, ehe es zur Anprobe ging“, erläutert Schmidgall. Klingt nach viel Aufwand, aber innerhalb von zwei Tagen konnte Ortema dem Schweden helfen. „Wir sind mit insgesamt zwölf Mitarbeitern bei der WM im Einsatz. Und pro Standort sind immer mindestens zwei vor Ort.“
Dabei arbeitet Ortema eng mit den Teamärzten zusammen. „Viele Spieler nutzen unsere Protektoren auch für die Prophylaxe“, so Schmidgall. So können die speziellen Strümpfe Druckstellen am Knöchel vermeiden helfen. Seit 2005 ist Ortema nun schon offizieller Partner bei Eishockey-Weltmeisterschaften, sodass Spieler aus vielen Ländern, die Produkte aus Markgröningen nutzen. Im Bereich der Bandagen arbeitet Ortema mit der Firma Sporlastic aus Nürtingen zusammen.
Neben Knie-, Schulter- und Handgelenkorthesen und den Silikon-Polsterstrümpfen gehören auch die neuesten Visiere zum Angebot der Firma Ortema. Spezielle Beschichtungen sorgen dafür, dass die Innenseite nicht beschlägt und die Außenseite nicht verkratzt. |